ARDBEG - Fermutation - Jahrgang 2007 - 13 Jahre - Abgefüllt 2021 - 49,4%
Ardbeg ist eine ikonische Brennerei auf der Insel Islay in Schottland. Als einer der ältesten Whiskyproduzenten der Insel bekannt, genießt Ardbeg weltweiten Ruhm für seine zu den torfigsten und kraftvollsten Whiskys gehörenden Produkte. Innovation und Tradition verbinden sich mutig: Ardbeg wurde so der erste Whisky, der ins All reiste, indem ein Teil seiner Produktion 2011 zur Internationalen Raumstation geschickt wurde, um die Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf die Aromabildung zu untersuchen.
Die Whiskyproduktion an diesem Standort reicht bis ins Jahr 1798 zurück, mit offizieller Vermarktung ab 1815, im selben Jahr wie sein berühmter Nachbar Laphroaig. Ardbeg erzielte schnell großen Erfolg, insbesondere aufgrund der starken Nachfrage nach seinen Spirituosen, die in Blends verwendet wurden. Nach 1838 durchlief die Brennerei jedoch eine turbulente Zeit mit mehreren Eigentümerwechseln und Insolvenzen, bis zur Schließung im Jahr 1981. 1989 wurde sie mit sehr eingeschränktem Betrieb (zwei Monate pro Jahr) wiedereröffnet, bevor sie 1997 endgültig von der Glenmorangie-Gruppe, einer Tochtergesellschaft des französischen Luxuskonzerns LVMH, übernommen wurde, die die Produktion wieder voll aufnahm. Seitdem profitiert Ardbeg von einer prestigeträchtigen Strategie und einer erweiterten internationalen Distribution.
Die beiden traditionellen Brennblasen von Ardbeg produzieren etwa eine Million Liter reinen Alkohol pro Jahr, die ausschließlich als Single Malt angeboten werden. Der Whisky reift hauptsächlich in Bourbonfässern, ergänzt durch eine Reifung in Sherryfässern, die seine Komplexität bereichert. Stark getorft, zeichnet sich Ardbeg durch ein einzigartiges Aromaprofil aus, das weniger maritim ist als andere Islay-Whiskys und ein bemerkenswertes Gleichgewicht zwischen intensiven Rauchnoten, lebendigen Gewürzen und subtiler Süße bietet.
Ardbeg Fermutation ist das Ergebnis eines einzigartigen Experiments in der Geschichte der Brennerei. Ende 2007 fiel der Kessel kurz vor Weihnachten aus, was die sofortige Destillation des Wash nach der klassischen 72-stündigen Gärung verhinderte. Dieser Wash wurde daher nach einer verlängerten Gärung von drei Wochen destilliert, ein ungewöhnlicher Prozess, der dem Whisky eine beispiellose Komplexität verleiht. Die Reifung erfolgte über 13 Jahre ausschließlich in First-Fill- und Refill-Bourbonfässern und entwickelte ein subtiles und besonders reichhaltiges Aromaprofil.
Getorft